Seit 2002 besteht das Russian House Team aus mir Brigitte und den Katzen.
Wir leben in einer Wohnung mit grossen Garten in Wittnau. Dieses kleine Bauerndorf liegt zwischen Basel und Zürich im schönen Fricktal / Kanton Aargau. Dort wo sich Fuchs und Hase Gute Nacht sagen, wo Rehe ganz in der Nähe der Liegenschaft ihre Runden ziehen.
Vor der privaten Veränderung hatten alle Familienmitglieder die Katzenschar umsorgt.
September 2001 erschien im Katzen-Magazin ein Rasseporträt über eine Halblanghaar-Katze «die Sibirische Katze und die Neva Masquarade». Sofort stand für mich fest: diese Katze kommt ins Haus. Sogleich hat sich die ganze Familie aufgemacht, auf einer Katzenausstellung in der Schweiz Ausschau nach dieser Rasse halten. Leider gab es nur eine Katze auf der Ausstellung. Dies spornte umso mehr an. Es wurde jeden Abend im Internet gesurft, um mehr über diese Rasse zu erfahren.
Besonders eine Zucht – die Cattery «von Mufasa» – stach ins Auge. Zu grossen Überraschung kam eine spontane Antwort. Eines Abends kam ein Telefonat von Fred Mahler, dass Mufasa einen Wurf mit zwei schönen Sibirer-Mädchen bekommen hat. Eines davon sähe sehr vielversprechend aus. Obwohl dieses Mädchen nicht meine Traumfarbe besitzt, konnte ich am Telefon nicht sofort zusagen, da ich die Sibirer erst in Natura sehen wollten.
Zehn Tage später, Anfangs April, war es soweit. Die ganze Familie fuhr los in Richtung Darmstadt und wurden von Fred abgeholt. Bei Mufasa angekommen, wurden wir zuerst von seinen Katzen begrüsst. Mein Sohn Marc war total begeistert und musste sogleich sein Katzenspielzeug, das er mitgebracht hatte, ausprobieren. Ich musste meine Nase in die Wurfkiste stecken, gefolgt von meiner kleinen Tochter Nadine. Silvia zeigte mir das kleine Sibirermädchen «Arusha», welches für meine Zucht in Frage käme.

Bis am Nachmittag haben die Erwachsenen über die Zucht und über die Rasse gequasselt. Marc spielte immer noch mit den Katzen und Nadine mussten wir immer in Auge behalten, damit sie nicht immer die Katzenbabys aus der Wurfbox heraus nimmt. So ging der Tag schnell vorbei. Unterwegs haben wir alle gesagt, dass wir solche Schmusetiger unser nennen müssen. So begeistert waren wir. Zu Hause haben wir uns entschlossen, die Sibirerzucht in der Schweiz zu gründen. Es verging keine zwei Tage und wir haben bei «Mufasa’s» angerufen und zugesagt.
So wurde der erste Grundstein für die Zucht of Russian House gelegt.
Bis zum Einzug von unserem Mäuschen musste nur noch ein zweites Mädchen gefunden werden. Mein Traum wäre noch, neben dem Sibirer-Mädchen noch ein Neva-Mädchen in der Farbe blau zu bekommen. Bis dahin wurden viele Emails geschrieben und herumtelefoniert, welches Neva-Mädchen noch zu haben ist.
Nach einiger Zeit haben wir doch noch ein Mädchen gefunden. Wir wussten, dass bei der Cattery «vom Schlosspavillon» ein Neva-Wurf erwartet wird. Eines Tages habe ich von dort eine Nachricht erhalten, dass der Wurf angekommen ist. Dieser Wurf bestand aus gerade einem Mädchen und 4 Jungs. Nun mussten wir nur noch abwarten welche Farbe sie trägt. Endlich nach 3 Wochen konnte man genau sagen welche Farbe sie hatte. Hurra ein blue-tabby-point-Mädchen mit weiss.

Anfang Juni flog ich ganz alleine, ohne den Rest der Familie, für eine kurze Stippvisite nach Hamburg. Dort angekommen ging es mit dem Zug weiter nach Schwerin. Am Bahnhof wurde ich von Frau Breitsprecher erwartet. Kurze Zeit später war ich bei Ihr zu Hause im «Schlosspavillon» angekommen. Auch hier waren die Sibirer und Nevas vom Schlosspavillon sehr aufgeschlossen und anhänglich. Später im Kinderzimmer konnte ich das kleine Nevamädchen Petruschja das erste mal live erleben, wie sie im Alter von 6 Wochen spielte. Zuerst ignorierte sie mich. Erst viel später, nach dem Mittagessen, als wir mit ihr alleine in einem anderen Zimmer waren, betrachte sie mich etwas genauer. Ich spezielles Interesse erweckten die Knöpfe von meinem Pullover. Ich weiss nicht wie lange sie an den Knöpfen genuggelt hatte.
Gegen Abend ging es wieder zurück nach Hamburg. In Hamburg nahm ich den nächsten Zug nach Ahrensburg um dort noch mit der Frau Ritter zu treffen. Mein Ziel war es, wenn ich schon in Hamburg bin, so kann ich einige Züchter treffen, um bei Ihnen die Katzen zu besichtigen.
So kam es, dass ich noch bei der Frau Ritter ihre schönen Nevas bewundern kann. Auch bei der Cattery «von der Ritterburg» waren die Katzen sehr aufgeschlossen und verschmust gewesen. Natürlich besass Frau Ritter auch einige schöne Jungtiere. Ich musste mich sehr am Riemen reissen um nicht noch ein weiteres kleines Nevamädchen zu kaufen. Zum Glück war dieses Mädchen noch sehr klein und die Farbe konnte man im diesem Alter noch nicht ganz erkennen. Mit einem tollen Eindruck der Katzenzucht «von der Ritterburg» ging der Tag vorbei. Als Abschluss vom Kurzurlaub, hatte ich noch eine kleine Siteseeing Tour erhalten. Herr Schulze zeigte mir noch einige reizvolle Ecken von Hamburg. Mit vielen schönen Bildern im Kopf flog ich wieder zurück in die Schweiz. Im Rucksack der Kaufvertrag von Petruschja und neue Kolleginnen aus der Katzenzucht-Welt.
Sommer 2002 wurde die Zucht » Russian House» bei FFH Schweiz registriert. Da damals diese Dachorganisation Neva Masquarade den Stammbaum verweigerte, wechselte die Zucht 2004 bei Felina e.V und seit 2008 bei Koschka e.V Verein für Russische Katzen Rasse.
